Da ich mir bei unseren Werk-Samstagen manchmal eine Sehnenscheidenentzündung hol, ist nichts neues. Neu ist aber, dass die zur Heilung wirksamen Mittelchen in unserem Garten wachsen.
Maria Treben hat schon unserer Mutter so manch guten Ratschlag gegeben und so zücken auch wir noch heute gerne mal ihr Buch "Gesundheit aus der Apotheke Gottes".

Darin rät sie uns frische Beinwellblätter zu waschen, mit einem Nudelwalker auf einem Brett zu zerwalken und auf die betroffene Stelle zu legen und abzubinden, was wir dann auch taten.

Ich hab schon etwas gejammert, als die nadelfeinen Stacheln in die Haut pieksten, mir aber dann auch nichts weiter gedacht. Am nächsten Tag, als das Laub trocken wurde und die feinen Spiesse noch mehr irritierten, wurde es mir endlich zu bunt, ich entfernte den Verband und erlebte eine böse Überraschung.

Fazit: nicht zur Nachahmung empfohlen.
Darum hier noch die Alternative: "Breiauflage: Gut getrocknete Wurzeln werden fein gemahlen, in einer Tasse mit sehr heissem Wasser und einigen Tropfen Speiseöl schnell zu einem Brei verrührt, auf ein Leinentüchlein gestrichen, warm auf die kranke Stelle gelegt und abgebunden." Hilft bei: Knöchelausbuchtungen, Knocheneiterung, Krampfaderngeschwüren, rheumaische Muskelverdickungen, Gichtknoten, Geschwülsten, Nackenschmerzen, Beinhautentzündungen.
Das Wurzelpulver ist in vielen Apotheken erhältlich.